Brief an die Hamburgische Bürgerschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus Anlass des Besuchs des polnischen Ministerpräsident Donald Tusk als Ehrengast beim Matthiae - Mahl 2009 im Hamburger Rathaus wenden wir uns mit diesem Schreiben an Sie, um unsere Gesellschaft und unsere Arbeit vorzustellen bzw. in Ihr Gedächtnis zu rufen.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg wurde 1972 als überparteilicher Verein gegründet und ist seit dem als gemeinnützige, der Völkerverständigung dienende Institution anerkannt. Die Gesellschaft hat sich der Aussöhnung zwischen beiden Völkern verschrieben und gestaltet aktiv den Dialog zwischen den Menschen beider Länder unter Berücksichtigung der besonderen Verantwortung gegenüber unserer gemeinsamen Geschichte.

Wir fördern die kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Beziehun-gen zwischen Deutschen und Polen. So ist es in den ersten Jahren unser Ziel gewesen, die Sprachlosigkeit zwischen der Kriegs- und der ersten Nachkriegsgeneration durch gemeinsame Veranstaltungen mit polnischen Partnern (u.a. Polnische Tage in Hamburg 1975, Hamburger Tage in Danzig 1977, Polnischer Herbst 1981) zu über-winden. Heute ist es unser Bestreben, durch Kontakte zwischen Schüler-, Auszubil-denden- und Studentengruppen verstärkt den Jugendaustausch zu fördern, um die Defizite im Wissen über den Nachbarn in der EU abzubauen. Diesen Zielen dienen Studienfahrten, Ausstellungen, musikalische Darbietungen, Literaturlesungen, Thea-teraufführungen, sportliche Begegnungen und ein starkes Engagement im deutsch-polnischen Umweltdialog.

Wir sind auch nach dem Beitritt Polens zur EU und nach dem Wegfall aller Grenz-kontrollen der festen Überzeugung, dass sich Hamburg als Metropole des Nordens und als Tor zur Ostsee um eine aktive Rolle im deutsch-polnischen Dialog bemühen sollte.

Hierbei werden wir bereits von vielen Hamburger Institutionen unterstützt. Beispiel-haft seien hier die Handels- und Handwerkskammer Hamburg, die Konrad-Adenauer- und Friedrich-Ebert-Stiftung, die Hauptverwaltung Hamburg der Deutschen Bundesbank, die Körber- und die Töpfer-Stiftung und die Katholische Akademie für viele andere genannt, die unsere Arbeit in vielfältiger Weise unterstützen. Besonders hervorzuheben ist auch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem polnischen Generalkonsulat.

Bitte unterstützen auch Sie in Ihrer Fraktion bzw. in Ihrem parlamentarischen Arbeitsbereich unsere Aktivitäten, besonders den Schüler- und Jugendaustausch inhaltlich durch eigene Projekte und Bereitstellung finanzieller Mittel.

In dem Bemühen, einen aktiven Beitrag zur Vertiefung der gutnachbarschaftlichen Beziehungen leisten zu wollen, stehen wir Ihnen persönlich und Ihrer Fraktion mit unseren langjährig gewachsenen Erfahrungen und guten Kontakte zu Polen gerne zur Verfügung.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit, hoffen auf Ihre Unterstützung unserer völkerverbindenden Arbeit und wünschen Ihnen weiterhin eine erfolgreiche parlamentarische Arbeit.

mit freundlichen Grüßen DPG-Hamburg 20. Februar 2009

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